Ich arbeite und lebe in der Stadt Zürich. Mein beruflicher Weg begann in der Architektur – mit dem Entwerfen von Räumen, dem Denken in Bildern und dem Interesse an Gestaltung. Mit der Zeit verlagerte sich mein Fokus zunehmend vom reinen Entwurf hin zu Prozessen, Verantwortung und Umsetzung.
Heute arbeite ich als Projektleiter bei der Stadt Zürich. Mich interessieren komplexe Aufgaben, klare Strukturen und Projekte, die langfristig funktionieren. Der Wechsel weg vom klassischen Architekturbüro hin zur öffentlichen Bauherrschaft war ein bewusster Schritt: weg vom Einzelobjekt, hin zum Gesamtprozess – von der Idee über die Realisierung bis in den Betrieb.
Der Anspruch an Qualität, Ästhetik und Sorgfalt ist geblieben. Er zeigt sich heute weniger im Entwerfen, sondern im Koordinieren, Entscheiden und Steuern. Architektur verstehe ich nicht nur als Form, sondern als Zusammenspiel von Menschen, Nutzung, Technik und Rahmenbedingungen.
Den Ausgleich zum Arbeitsalltag finde ich in den Bergen und in der Fotografie. Draussen reduziert sich vieles auf das Wesentliche. Licht, Raum und Zeit werden unmittelbar erlebbar. Die Verbindung von Berg und Bild ist meine persönliche Form der Auseinandersetzung mit Raum und Atmosphäre – und genau diese Perspektive zeige ich hier.

Was mich antreibt, wird im Alltag nicht immer sichtbar. In den Bergen wird es klar.
Im Hochgebirge wird nichts einfacher. Im Gegenteil: Der Spielraum wird kleiner, Entscheidungen werden klarer. Wetter, Verhältnisse und Zeit lassen sich nicht verhandeln. Was zählt, ist Wahrnehmung, Ruhe und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – auch für andere.
Viele Dinge, die im Alltag wichtig erscheinen, verlieren dort an Bedeutung. Titel, Rollen oder Strategien tragen nicht mehr. Entscheidend ist, ob ich Situationen richtig einschätze, klare Entscheidungen treffe und verlässlich handle.
Genau deshalb zieht es mich in die Berge. Nicht wegen der Aussicht, sondern wegen der Klarheit. Der Berg ist kein Rückzugsort, sondern ein Ort, an dem nichts beschönigt wird. Ich gehe dorthin, weil ich dort ehrlich mit mir selbst bin.
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